Neujahrsempfang 2026

Bildunterschrift: Intensiver Austausch beim Imbiss nach dem Vortrag

Am Sonntag, 25. Januar 2026 fand turnusmäßig der Empfang der LMU im Uhlandbau statt.


Der Einladung zum Neujahrsempfang folgten rund 80 Interessierte, unter anderem Bürgermeister Armin Dauner und, etwas verspätet aufgrund einer Terminüberschneidung, Oberbürgermeister Stephan Retter.


In ihrer Begrüßungsrede hob die Vorsitzende Renate Endrulat die Besonderheiten der Enzgärten, die beruhigende Wirkung des fließenden Gewässers und seiner umgebenden vielfältigen Flora und Fauna hervor. „Eine Safari mit Tierbeobachtung ist jederzeit möglich“, ohne lange Anreise. Allerdings muss man sich Zeit zur Beobachtung nehmen, denn viele Tiersichtungen, wie zum Beispiel den Eisvogel, sind nur für wenige Sekunden möglich, dann ist der Augenblick vorbei.
Bemängelt hat die Vorsitzende allerdings die oft verschmutzten Bänke, Wiesen und das Enzufer. „Ist es Gedankenlosigkeit, fehlendes Umweltbewusstsein oder vertrauen sie einfach auf die Gewissheit, dass ja jemand kommt und den Müll wegräumt?“ Einen besonderen Dank sprach sie den Beschäftigten vom Bauhof aus, die hier regelmäßig die Mülleimer und Flächen säuberen.

Um diese Zustände zu ändern, bedarf es einen Zusammenschluss der in Mühlacker tätigen Vereine und Organisationen im Bereich Umwelt- und Naturschutz, um den Verschmutzern zu zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Vermüllungen nicht mehr hinnehmen will. Die nächste Gelegenheit dazu bieten die Stadtputzede-Tage am 13. und 14. März. Hier kann eindrucksvoll demonstriert werden, wie viele Menschen sich um die Umwelt und deren Verschmutzung kümmern.


Als weitere Aktion schlägt die LMU die Aufstellung von sogenannten Kippensammlern im Bereich des Enzufers vor. Die LMU hatte bei den Stadtputzede-Tagen 2024 im Bereich Wasserspielplatz bis Enztalhalle, den Verkehrsübungsplatz und zurück über die Rappstraße auf 500 Metern über 3000 Kippen gesammelt! In einer Zigarettenkippe sind bis zu 7000 Schadstoffen enthalten, davon 50 nachweislich krebserregend. Im Vorfeld der Aktion werden Gespräche mit dem Ordnungsamt und dem Bauhof geführt werden. Ziel ist es, die Situation derzeit und nach Aufstellung der Kippensammler einzuordnen. Auch hier werden engagierte Bürger und Bürgerinnen gesucht, die die Aktion unterstützen. Bei Interesse bitte melden!


Ein weiterer Aufruf galt auch der Tatsache, dass der LMU-Verein – wie alle anderen Vereine auch – sich dringend verjüngen muss. Wer also Lust hat auf Gestalten, Einmischen und Verantwortung, bitte melden. Gerne per Mail unter vorstand@lmu-muehlacker.de. Auch in einem persönlichen Gespräch können Fragen beantwortet werden.

Im Anschluss an die Begrüßung berichtete Klemens Köberle über die Gemeinderatsarbeit. Es hat sich viel getan in Mühlacker seit der kleinen Gartenschau. Im neuen Haushalt sind jetzt endlich Rückstellungen für Gebäudesanierung eingeplant, die die LMU schon vor Jahren beantragt hatte. Die Bebauung der Ziegelhöhe schreitet sichtbar voran, auch wenn noch einige Aufgaben zu lösen wären wie die Anbindung der Bewohner an die Stadtmitte und die Besucherströme zum Schönenberger Tal hin. Auch das Projekt Windräder in Großglattbach, das die LMU befürwortet, wartet noch auf seine Umsetzung. Hierzu ruft Köberle an die Adresse der Windkraftgegner, dass man sofort auf Windkraft verzichten könnte, wenn sich jeder verpflichten würde, nur noch 30% seines bisherigen Stromverbrauchs zu benötigen. „Da dies unwahrscheinlich sei, müssen wir auf die regenerativen Alternativen setzen, um die Energiewende hinzukriegen und auch den Wald langfristig zu erhalten“, so Köberle.

Und damit übergab er das Wort an Theo Seemann, der seit Januar den Fraktionsvorsitz übernommen hat und somit den Generationswechsel einleitet. Man führt die bisherige Arbeit weiter. Gleichzeitig rief Seemann „seine“ Generation auf, sich aktiver für die Allgemeinheit einzusetzen, ob in
Vereinen, Parteien, in kulturellen Einrichtungen. „Wenn nicht wir, wer dann soll die Zukunft gestalten?“ so Seemann.


Danach folgte der mit großem Interesse erwartete Vortrag von Dr. Ulrike Fuchs, langjährige Gemeinderätin der LMU, Biologin und Gutachterin: „Ökologie unserer Fließgewässer am Beispiel der Enz“. Sie berichtete über die positiven Veränderungen aufgrund der Renaturierung der Enz im Vorfeld der kleinen Gartenschau und die Verbesserung der Wassergüte. Jedoch sei noch nicht alles im grünen Bereich und noch viel Luft nach oben.


Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende mit Präsenten bei Klemens Köberle für seinen jahrelangen Fraktionsvorsitz, bei Theo Seemann für seine Bereitschaft zur Übernahme des Fraktionsvorsitzes und bei Dr. Ulrike Fuchs für ihre Präsentation und auch für ihre über 20jährige Gemeinderatsarbeit und in Rotation mit Klemens Köberle die Bewältigung des Fraktionsvorsitzes.


Ein herzlicher Dank geht an alle ehrenamtlich Tätigen, die an diesem Tag bei Auf- und Abbau, Bewirtung, Bereitstellung der Unterlagen und Spüldienst tatkräftig mitgeholfen haben. Ohne sie wäre so ein Event nicht möglich! Nicht zu vergessen den Hausmeister des Uhlandbaus, der uns mit Rat und Tat, besonders bei der Technik, zur Seite stand.

Fotos: Tanja Dobrosavljević

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